Magic Mystery Dots oder die andere Navigation

tempa wrote this 01:04:

Es ist schon bald nicht mehr wahr, da publizierte Jacob Nielsen einen Beitrag über „Mystery Meat Navigation“ bei der er die Schwierigkeiten einer solchen Navigation ausführlich darlegte, z.B. sich zu merken wofür Symbole stehen oder hinter welcher Schaltfläche noch einmal dieser oder jener Navigationspunkt liege, erkennen, wo eine Mausbewegung Erfolg verspricht und wo nicht. Wo er recht hat, hat er recht.

<_aber und überhaupt_ >
Die Navigation ist für mich gar nicht so selten ein störendes Element in meiner kleinen grafischen Erlebniswelt in Photoshop; z.B. fast immer, wenn ich Seiten so im Daddelmodus in Photoshop arbeite. Sprich die Maus von Werkzeug zu Filter zu Werkzeug in Photoshop huscht, ohne konkreten Kunden, ohne konkretes Ziel.
</ _aber und überhaupt_ >

Das sind Arbeiten, die dem kreativen Zustand ähneln, wenn man mit Stift und Papier dem Anrufer am Telefon lauscht und dabei mit dem Stift Doodles fabriziert, Figürchen kritzelt, Hexenhäuschen schafft und was sonst so auf dem Notizblock zu finden ist, wenn es nichts zu notieren gibt. In diesen Arbeiten ist die Navigation ein Nachgedanke und es macht einige Mühe eine felxible Navigation, die sich unterschiedlichsten Sitekonzepten fügen kann, stimmig zum Gesamteindruck zu integrieren. So ein „ich daddle noch so ein wenig rum“-Entwurf entstand auch heute zwischen zwei Anrufen, neben dem Vesper und zwischen rein zwischen Dies und Das. Doch diesmal blieb ich bockig. Nein, einen Kasten will ich nicht. Nein einen Kasten will ich nicht. Ich will keinen Kasten, nicht! stampfte mein kleiner innerer kreativer Kasper:

Website-Entwurf mit einer magic mysterie dot Navigation

Eine Alternative ist ein Link, der alle Texte einblendet. Weil es Javasript ist, müsste man insgesamt wohl dafür Sorge tragen, dass ohne Javascript die Navigation klassisch im Kasten untergebracht ist und seitlich oder oberhalb des Textes und somit den Text nicht wie beim Mouseover unproblematisch, Textbereiche überdeckt. Durch die Möglichkeit sämtliche Links ein und wieder Auszublenden, entfällt die Kritik am Ratespiel einer klassischen Mystery Meat Navigation. Die Seite kann damit zum optischen Erlebnis werden, bei dem einmal nicht irgendwo eine Navigationsleiste steht oder ein starrer Kasten erscheint oder eine Textliste dem Inhalt kostbaren Platz nimmt und um Aufmerksamkeit buhlt. Die Navigation geht auf in ein grafisches Erlebnis.

Übrigens, dass sich der Text um die Kugel und andere Objekte winden kann, dafür gibt es im Netz schon Designbeispiele und Lösungsbeispiele:

  1. Die CSS-Kurve
  2. Text um Bilder

Leave a Reply