Geeignet oder nicht? — Werkzeuge ausreizen, überreizen

tempa wrote this 10:16:

Langsam nimmt der Shop einer meiner Kunden Gestalt an, doch meine Vorstellungen sind nicht seine Vorstellungen. Dort wo ich der Meinung war, das Werkzeug reiche aus, scheint sich die Arbeit mit dem Werkzeug zu einem Horrortool zu entwickeln. Warum?
Dies liegt daran, dass ich die Seiten anders Zusammenfasse und zu einer anderen Seitenstruktur gelange, aber von vorn.

Ich kannte die Seitenstruktur und wusste, dass viele Artikel ein und das selbe Detailbild haben. Wenn ich identische Beschreibungstexte habe und identische Illustrationen, dann benötige ich nicht für jeden dieser Artikel eine eigene Seite, sondern ich kann diese Detailseiten zusammenfassen. Zahlreiche Artikel kennt man und eine Detailseite ist mehr als überflüssig. Ich komme also auf eine weit geringere Zahl an Detailseiten und ich hätte die Seitenstruktur vorneweg angelegt, das heißt ich hätte gerade einmal eine 1/2 Stunde gebraucht.

Nun ist der Grobrahmen angelegt, was eine stolze Seitenzahl von 53 Seiten ergibt bei 290 Artikeln. 53 Seiten ist für Editland mit der neuen Menübearbeitung aus dem Hause der Templaterie ein klacks. Mit 100 Klicks eine Seite in Position zu schieben ist noch erträglich, alles danach wird zur Qual, insbesondere wenn man es 5, 6, 7, 8, 9, 10 Mal kurz hintereinander machen soll.

Nun hat mein Kunde beschlossen, dass er der Systematik zu liebe auch dann eine Detailseite macht, wenn es zu dem Artikel nur eine Sorte, genauer gesagt nur einen Artikel gibt. Das sind dann für einen Artikel 2 Seiten. So summiert sich die Seitenzahl schnell auf 4-500 und diese 5, 6, 7, 8, 9, 10 Mal hintereinander in Position schieben, würde zumindest mich zur Weisglut treiben.

Meinem Kunden so hat er mir versichert, gefällt das kleine Werkzeug Tiacquisa. Es schwächelt noch bei der Artikelbearbeitung ein wenig, aber das Ansteuern der Artikelbearbeitung über ein Suchbegriffsfeld ist bereits geplant und wird voraussichtlich Mitte Ende August implementiert sein. Bleibt der Krampf mit den Seiten.

Dafür ist Tiacquisa in Kombination mit Editland nicht gemacht und nicht wirklich geeignet. Doch ich habe selbst schon Editland an seine Grenzen und darüber hinausgeschupst. So entstand die Optimierung in der Menü-Bearbeitung, weswegen ich Editland nun schon mit der doppelten und dreifachen Seitenmenge als ursprünglich geplant für geeignet halte.

Na ich bin gespannt, ob es mein Kunde schafft, dass die Grenzen von Editland schon wieder verschoben werden. Wir sind schon am Überlegen, wie sinnvoll es ist und am abwägen, ob wir damit nicht doch eine Grenze überschreiten, die man mit einem Flatfile nicht wirklich überschreiten sollte … andererseits … normale Menschen pflegen auch keine 2500 Seiten mit HTML … und ich habe mich dabei wohlgefühlt. Wenn mein Kunde sich wohl fühlt mit Editland und Tiacquisa bei seinem Artikelbestand und seinem Umgang mit den Detailseiten, dann soll es mir recht sein.

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