Der bedingte Bindestrich

tempa wrote this 10:41:

Sicher der Firefox kennt keinen bedingten Bindestrich, aber der Microsoft Internetexplorer und Opera schon und gerade bei Blocksatz wird dieser besonders wichtig. Nun kennen wenige überhaupt den bedingten Bindestrich oder das Trennzeichen, das nur dann auftaucht, wenn man es benötigt.

Wer in das Textfeld von WordPress kloppt, wird hier ­ ausschreiben müssen. Wer ein System verwendet, das das Feature des MSIE für PC „contenteditable“ nutzt, wie z.B. Editland kann die Tas­ten­kom­bina­tion alt + 0173 ver­wenden.

Hat man den Text fertig, verringert man das Fenster und fügt das bedingte Trennzeichen überall dort, wo es offensichtlich ist, ein. Ein kleiner Helfer für diese Aufgabe ist der Browser-Sizer.

Und weil hier Blogsatz verwendet wird auch gleich noch eine kleine Demo. Alle FF-User müssen nun mit einer gruseligen Darstellung vorlieb nehmen. Aber nun die Demo: Donau­dampf­schiff­fahrts­gesell­schafts­kapi­täns­mützen­emblem. und noch ein Suchwort, das sonst nirgends vorkommt, z.B. die Backnanger Weid­am­mer­gras­kopf­meise.

Wirkt sich dieses Trennzeichen auf das Ranking in Googlemaschinen aus, können mit ­ getrennte Begriffe ordentlich indiziert werden. Prüfen wir das. Morgen schon wird man unter dem Suchbegriff dieser neuentdeckten Backnanger Meisenart die Auswirkungen von ­ auf Google überprüfen können.

[Nachtrag]
Ich empfehle dem Trackback von Blogging Tom zu folgen, da dort ein Link ist, der den Bindestrich mit in die Diskussion holt, wo Umbrüche unerwünscht sind. Allerdings wird — (bzw. alt + 0151) auch vom Internet-Explorer nicht umgebrochen. Da aber dieser Bindestrich (vgl. – – —) geviert (— = —) ist, ergibt das einen typografischen Fautpas. Man wird sich also nun zwischen Regen oder Traufe entscheiden müssen. Valide oder typografisch nach deutschen Standards korrekt.

[Nachtrag: 17.06.2005]
Die Suchbegriffe templaterie trennzeichen sind noch nicht in Google, das Blog aber schon, also ist dieser Beitrag noch nicht indiziert worden. Ergo kann der Testtext mit der Meisenart noch nicht dargestellt werden.

6 Responses to “Der bedingte Bindestrich”

  1. BloggingTom Says:

    Das ist mal wieder ein Tipp der Gold wert ist, denn dass es das es den bedingten Bindestrich in HTML überhaupt gibt, das wusste ich noch nicht mal *schäm*.

    Also gleich mal rangehen und das Ding in die Quicktags-Liste einfügen…

  2. BloggingTom Says:

    Bedingter Bindestrich

    Gerade bei Webseiten im Blocksatz sind lange Worte immer wieder ein Problem, da sie die Darstellung unnötig „auseinanderreissen“. Im templaterie blog bin ich nun auf ­ gestossen, dass einen bedingten Bindestrich setzt. Eben bedingt, nämlich nur…

  3. creisi Says:

    Und weil hier Blogsatz verwendet wird…

    Ah, das war jetzt sehr schön 😉 Und das ist ja leider wirklich mal ein Manko vom Firefox, dass der das nicht kennt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden…

  4. tempa Says:

    Oh, ich habe bislang das ­ auch überlesen. Werde es aber sicherlich jetzt öfter verwenden. 😉

  5. templaterie blog - Suchmaschinen und der bedingte Bindestrich Says:

    […] der bedingte Bindestrich 0Kommentare Ich hatte vorgestern in dem Beitrag “Der bedingte Bindestrich” auch gleich noch einen Test eingebaut. Inzwischen liegt das Ergebnis v […]

  6. Templaterie Blog Says:

    […] Google kann Wörter mit dem bedingten Bindestrich (­) indizieren. Das Wort “Weid­Â­am­Â­mer­Â­gras­Â­kopf­Â­meise” existiert nur mit bedingten Bindestrichen und nur an einer Stelle. Im alten Beitrag zum bedingten Bindestrich und mittlerweile auch im Google-SERP bei einerm Ergebnis von 170 Treffern an erster Stelle. Damit steht dem Blocksatz im Internet nun deutlich weniger entgegen. Es fehlt im Grunde nur noch ein Plugin, das beim Abspeichern in die Beiträge bei längeren Wörtern gemäß der deutschen Rechtschreibung bedingte Bindestriche nachträgt. Das ist gut zu hören, auch wenn der Blocksatz und der bedingte Bindestrich noch reichlich Arbeit macht, es ist ein Anfang. […]

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