Mambo und ich werden wohl keine Freunde

tempa wrote this 21:36:

Die Mambomanager

Mambo hat sich bei mir von Anfang an nicht sonderlich leichtgängig angestellt. So nahm mir das Programm übel, dass ich in alter Gewohnheit in der Config erst einmal die Datenbank per Textdatei eintrug. Madame Installationsroutine fand das unmöglich — so etwas tut man nicht. Zugegeben dieser Fehler wäre nicht aufgetreten, hätte ich mal die Anleitung vorab gelesen. Online konnte ich dann auch trotzt Datenbank löschen, Datenbank neu anlegen und erneut jungfräulicher Intallationsdaten aufspieln, Madame Installationsroutine nicht dazu bewegen, die Installationsroutine anzuwerfen.

Mittlerweile habe ich das Programm lokal erfolgreich installiert und das Programm wird mir nicht sympathischer. Die Entwickler und ich sind unterschiedlich gestrickt. Allein schon die 8 Manager: Static Content Manager, Frontpage Manager, Section Manager, Category Manager, Media Manager, Trash Manager, Menu Manager, User Manager klingt nach einem Administrativen Wasserkopf, zumal zu diesen Managern noch Hilfe, All Content Items und Global Configuration hinzukommen und das ist nur das Feld in der Mitte, das mir signalisiert, es habe eine besonders wichtige Rolle.

In der oberen Zeile gibt es noch ein Menu: Home, Site, Menu, Content, Components, Modules, Mambots, Installers, Messages, Systems und Help.

Wie man sieht, korrespondiert dieses Menu nur teilweise mit dem Management-Wasserkopf in der Mitte und die ersten Seite bietet noch einen Bereich mit Karteireitern: Logged, Components, Popular, Latest Items und Menu Stats … dies erscheint mir ein Controllingcenter zu sein.

Ach ja rechts oben ist dann noch eine Angabe/Link zu Mails und User Online und ein drittes Mal ein Hilfe-Link.

Mit Unterbenen in den Flyoutmenus der Menüzeile am obern linken Rand macht das auf der ersten Maske 94 Links — kein Wunder das die Dame Hilfe gleich dreimal auftaucht.

Ich nenne das einen Menugau. Irre, wie hier jemand begeistert sein kann, wenn er damit 26 Seiten pflegt. Für mich ist das nur vorstellbar, wenn das Designhaus einige Zeit in die Schulung oder in die Reduzierung auf das Wesentliche bei der Adminoberfläche getrieben hat.

Im Default ohne Schulung und intensiver Lektrüre des Manuals ist jedenfalls eine 26-Seitige Präsenz damit sicherlich nicht ohne weiteres zu pflegen. Schließlich will man ja wissen was passiert, klickt man einmal daneben. 😀 Auch darf nicht vergessen werden, dass hinter den 94 Links Menüs und Funktionen stecken, die Teilweise weitere Untermenüs beinhalten.

Der helle Wahnsinn. Ich bin mir recht sicher, dass ich mir eine Einarbeitung in dieses System nicht antun möchte. Ich frage mich, warum Mambo so eine große Fangemeinde hat? Ein wenig werde ich also, wenn ich etwas mehr Zeit habe, mich mit dem System befassen.

5 Responses to “Mambo und ich werden wohl keine Freunde”

  1. scip Says:

    Ich arbeite täglich mit Mambo und kann Deinen Groll nicht nachvollziehen. Man muss sich einmal die Mühe machen und eine ordentliche Struktur aus Sektionen und Categories zu erstellen, nebst passender Menüstruktur. Ab dann muss man eigentlich nur noch im Frontend arbeiten.

  2. tempa Says:

    Was heißt hier Groll. Ich führe hier eine berechtigte Kritik an. Denn das Menü unmittelbar nach der erstinstalltion mit Beispieldaten besitzt nunmal keine Benutzerführung, sondern erschlägt nach der Installation den User. Dass man mit Einarbeitung weiter kommt, ist mir schon klar. Es ist hier der erste Eindruck beschrieben und der ist wie er ist. Ich schrieb dies ohne Groll und Zorn. Ich freue mich, dass hier etwas richtunggebend auch Vorteile angemerkt werden.

    Ich bin persönlich noch nicht dazu gekommen etwaige Vorteile oder weitere massive Kritikpunkte in Mambo zu entdecken. Schlicht, weil ich noch keine Zeit hatte weiter zumachen.

  3. discounter-news Says:

    Ich wollte auch desöfteren Mambo einsetzen, es ist kein schlechtes cms, aber auch kein gutes!

    Außerdem hat mambo ein double content problem, was in Sachen Suchmaschinen nicht unbedingt förderlich ist.

    Dein Eindruck spiegelt nunmal das wieder wie es ist. Man wird erschlagen, muss sich zurechtfinden und und und

  4. Ute Says:

    ohne Fleiß kein Preis!

    Wer meint, er könnte „123“ ein CMS einsetzen, der wird sicherlich enttäuscht werden – wohl nicht nur von Mambo.
    Hilfreich ist am Anfang m.E. ein Buch, z.B. das von Hagen Graf.
    Welches Buch geeignet ist, zeigt sich am Besten nach ersten Gehversuchen, bei denen dann Fragen auftauchen – beim Durchblättern der div. Bücher merkt man dann, wer diese Fragen am Besten beantwortet.

    Und dann im Internet recherchieren, in Mambo-Foren (z.B. http://www.mamboportal.de), oder auch unter http://de.wikibooks.org/wiki/Mambo.

    Ute – Anfänger in Sachen Mambo

  5. tempa Says:

    Das ist eine Frage des CMS. Ich kenne einige, die das besser können. 123 eingesetzt und durch Erweiterung ebenfalls sehr flexibel. Ihr Kommentar ist einem solchen CMS gelandet.

    Ich habe in einige CMS-Anbieter reingeschnuppert und so chaotisch wie Mambo war kaum eines.

    Wer mit dem Ackern mangels guter Benutzerführung und aufgrund einer layouttabellenlastigen Engine zufrieden ist, darf meinethalben gerne Mambo toll finden. Mir war es nicht gut genug.

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