Qualitätsprüfung für eine Website

tempa wrote this 14:42:

Haessliche Website
Im Netz begegnen uns viele Websites. Manche sind einfach unbeschreiblich schön und andere sind einfach unbeschreiblich häßlich. Naja vielleicht nicht ganzso unbeschreiblich. Aktuell überarbeite ich für eine Online-Studie einen Excel-Prüfbogen und da ist mir ein sehr schönes Exemplar von einer häßlichen Website begegnet. Wer nun die Website kennt, möchte bitte schweigen und nicht verlinken. Es geht ums Prinzip und nicht um diese Website im speziellen.

Welche Kriterien kann man anlegen an eine Website, um diese Website in gute und schlechte Websites zu klassifizieren?

  1. Quellcode
  2. Barrierefreiheit bzw. Barrierearmut
  3. Unmotivierte Gimmicks des Gimmicks wegen
    (Flash, Javascript, Blink, Tröööt, Paff)
  4. Seitenstruktur
  5. Layout-Tabelle
    (Ladegeschwindigkeit/Reihenfolge der Inhalte)
  6. Volumen in KB
  7. Design
  8. Rechtschreibung
  9. Marketing-Elemente

Wir haben fast alle das eine oder andere Manko, wenn aber allzuviele zusammen kommen, wird es einfach nur peinlich. (Und ja: auf meinen Seiten sind meist viel zu viele Rechtschreibfehler, leider.)

Die Website, der ich hier begegnet bin, ist ein sehr schönes Durchschnitts-Exemplar einer richtig schlechten Website.

  1. Frames ohne Noframe-Inhalt
  2. Kein durchgängiges Farbschema
  3. Cliparts von billigen Sammlungen
  4. unmotivierte Font-Wechsel
    (insbesondere die Verwendung von Comic Sans)
  5. Treppenstufen in Grafiken (GIF)
  6. Lieblose zusammengeschusterte Collagen
  7. Rauhfaser-Hintergrund
  8. Wilde Mischung der Stilelemente
  9. Kontext-Menü deaktiviert
  10. Alberne Javascript-Laufschrift in der Statuszeile

… und vieles vieles vieles mehr …

Wer so eine Seite hat und nun argumentiert, dass so eine Site mehr Umsatz brächte, weil es so schön schrottig aussähe, den kann ich nur bedauern. Ich halte solche Angebote einfach für stümperhaft und verweise auf den Unterschied von einfach und schlicht zu billig und schrottig.

Wer über das Design ein gewisses Preisniveau kommunizieren möchte, kann das auch mit professioneller und mit mehr Geschmack tun und muss hierfür nicht solchen Dillentantismus zur Schau stellen. Auch die Meister des kleinen Preises Names Aldi und Lidl leisten sich Profis für Ihre Websites und sie wissen auch warum.

Eines noch zum Schluß: Ich spreche von Firmensites und nicht von der privaten Homepage.

2 Responses to “Qualitätsprüfung für eine Website”

  1. peter Says:

    Da bin ich ja froh, dass es nicht wieder meine war 😉

  2. tempa Says:

    Ein kleines Trauma davongetragen? 😀
    Nein außer an den Stellen, wo es bereits steht, werde ich darauf bestimmt nicht eingehen. Also nur keine Sorge und auf Wunsch nehme ich auch sonst jeden Beitrag aus dem Netz, wenn das nun so im Nacken sitzt.

    Wobei … und überhaupt: Ich kann absolute nicht nachvollziehen, wieso jemand so etwas im Netz stehen haben kann. Bei der betreffenden Site war ein Dienstleister am Werk, der dafür wohl auch noch Geld bekam. Das Problem ist diese Botschaft so zu transportieren, dass kein Trauma entsteht, wie es scheint.

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