Was ist ein Template?

tempa wrote this 00:21:

Wozu ist ein Template gut?

Gestern [geschrieben am 24 Okt. 2006] fiel mir nicht schlecht die Kinnlade herunter, als ich hörte, dass bei der Vorstellung zur Planung von größeren Projekten ein Punkt sich mit der Design-Änderung während des Projektverlaufs und der daraus resultierenden, stundenlangen Anpassung des bis dahin fertigen Zwischenstandes befasste. Da es sich dabei auch noch um einen ehemaligen Interessenten handelte, also die Templaterie bekannt sein dürfte, habe ich offensichtlich noch ein Problem Sinn und Zweck von Templates zu transportieren.

Ein Template ist ein Grid, ein Raster, eine Matrix, ein Rahmen, in den veränderliche Inhalte eingefüllt werden können. Ein gutes Template besteht nicht nur aus modularen Kopf- und Fußzeilen oder einem Seitenstreifen, den man beliebig austauschen kann. Ein gutes Template berücksichtigt auch Seitenstrukturen. Das gestrige Beispiel – eine Seite mit Kochrezepten – ist dabei eine wunderbare Ausgangssituation.

Ein Kochrezept besteht aus:

  1. Titel des Rezeptes
  2. Kategorieen wie z.B. Land, Vegetarisch,
    Dunkles Fleisch, Menufolge, etc.
  3. Abbildung des aufgetafelten Gerichtes
  4. Liste der Zutaten
  5. evt. Liste der Gerätschaften
  6. Arbeitsanweisung in x Schritten inklusive Illustrationen
  7. Rezept-Historie, Quellen, Einkauftipps

Das sind sieben verschiedene Elemente mit unterschiedlichen Anforderungen und Positionierungen und Rahmenbedingungen, welche sich in HTML-Strukturen wiederspiegeln. Jeder HTML-Struktur kann eine ID oder eine Klasse zugeordnet werden und zu jeder HTML-Struktur, zu jeder ID und zu jeder Klasse werden in der CSS Designanweisungen hinterlegt.

Was bringt es ein, ein Template von A-Z
durchzuplanen und umzusetzen?

Gerade in größeren Projekten ist die Planung und Identifizierung der Objekte, Elemente und Bausteine essentiell, um:

  1. Design-Entwicklung und Projektinhalte zusammenstellen parallel beginnen zu können
  2. Frei zu sein in der Design-Entwicklung und sich z.B. auf Sponsorenfarben einstellen zu können
  3. Im Design den Modetrends auch in den kleinen Details folgen zu können, und damit frisch und aktuell zu wirken.
  4. !Most important: Sich das stundenlange Fieseln mit Design-Änderungen in 100ten und 1.000den von Textstellen zu ersparen.

Planung und die Verwendung von Semantik für Layout-Anforderungen ist nicht nur eine Spielerei mit dem man einen CSS-Zengarden ins Netz stellen kann. Es ist bares Geld, das man spart, weil man vorher ein wenig mehr Zeit in die Meta-Ebene (dem was ist was und was bedeutet was …, welche Mengen, Grade der Bedeutsamkeit, etc.) steckt und kontinuierlich der Versuchung wiedersteht, mal g’schwind einen Inlinestyle oder schlimmer einen Font-Tag zur Gestaltung zu verwenden.

Ursprünglich gepostet am 24. Oktober 06, 13:52 in meinem Blog “Silkester erzählt”.

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